Ratgeber für Firmenabende mit Essen
Buffet oder Menü? Der Vergleich für eure Firmenfeier
Ein Buffet öffnet den Abend, ein gesetztes Menü hält ihn zusammen. Der Unterschied liegt in Ablauf, Personal, Platz und Zeit. Weitere Beiträge stehen im Ratgeber.
Was die beiden Formen mit dem Abend machen
Beide bekommen dieselbe Gruppe satt. Der Unterschied liegt darin, ob die Leute sitzen bleiben oder aufstehen.
Buffet
Alle stehen mindestens zweimal auf und laufen an denselben Ort. Dabei entstehen Gespräche zwischen Abteilungen, die sonst am Tisch getrennt geblieben wären. Wer wenig Zeit hat, isst schnell, wer viel Zeit hat, holt nach.
Der Preis dafür ist Bewegung im Raum: Reden und Programmpunkte brauchen einen klaren Anfang, sonst reden zwanzig Leute am Buffet weiter.
Gesetztes Menü
Der Abend hat einen Takt: Gang, Pause, Gang. In diesen Pausen lassen sich Reden, Ehrungen und kurze Programmpunkte unterbringen, ohne dass jemand aufsteht. Die Gruppe bleibt beieinander und der Ablauf ist planbar.
Dafür sitzt jeder den Abend über bei denselben Nachbarn, und die Auswahl steht Wochen vorher fest.
Faustregel für die Entscheidung: Geht es darum, dass sich Leute mischen, ist das Buffet die bessere Wahl. Geht es darum, dass alle etwas hören sollen, ist es das Menü.
Buffet und Menü Zeile für Zeile
Die Angaben sind Richtwerte für einen Firmenabend mit 60 bis 150 Gästen in einem Saal.
| Kriterium | Buffet | Gesetztes Menü |
|---|---|---|
| Essteil dauert | 45 bis 75 Minuten | 90 bis 150 Minuten bei drei Gängen |
| Service je Gast | eine Kraft je 40 bis 50 Gäste | eine Kraft je 20 bis 25 Gäste |
| Platzbedarf | Linie plus Wege, eine beidseitige Linie für 80 bis 100 Gäste | nur Tische, dafür feste Bestuhlung |
| Auswahl | groß, jeder stellt selbst zusammen | festgelegt, üblicherweise mit einer Alternative |
| Vorlauf | Mengen bis wenige Tage vorher änderbar | Gangfolge und Sonderessen zwei Wochen vorher |
| Reden und Programm | brauchen ein klares Signal | passen in die Pausen zwischen den Gängen |
| Sonderessen | am Buffet gekennzeichnet, Kontakt nicht ausgeschlossen | je Gast namentlich vorbestellt und serviert |
| Reste | höher, Mengen sind schwerer zu treffen | gering, weil je Gast kalkuliert wird |
| Tischordnung | nicht nötig | nötig, sonst wird das Servieren langsam |
Die Leistungsseiten dazu: Buffet-Catering und gesetztes Menü.
Womit beide Formen besser laufen
- Buffet nach Tischen aufrufen, sonst stehen alle gleichzeitig an
- Zwei kürzere Linien statt einer langen, wenn der Raum es hergibt
- Getränke weg vom Buffet, damit zwei Ströme nicht kreuzen
- Beim Menü die Rede vor den Hauptgang legen, nicht danach
- Sonderessen früh abfragen, nicht am Abend regeln
- Servicekräfte vor dem ersten Gang einweisen, nicht währenddessen
Wie viele Kräfte für welche Form nötig sind, steht unter Servicepersonal.
Wann welche Form nicht passt
- Buffet bei engem Zeitfenster mit anschließendem Programm
- Buffet in einem Raum ohne Platz für eine Warteschlange
- Menü bei Gruppen, die sich kennenlernen sollen
- Menü ohne verbindliche Rückmeldungen zur Gästezahl
- Beides bei Stehempfängen unter zwei Stunden
Drei Wege, die beides verbinden
Wer sich nicht entscheiden will, muss es auch nicht. Alle drei Formen sind verbreitet. Schreibt in die Anfrage, welche davon euch vorschwebt.
Gang plus Buffet
Vorspeise wird serviert, danach öffnet das Buffet. Der Abend startet gemeinsam, und die Rede liegt sauber zwischen beiden Teilen.
Flying Dinner
Kleine Portionen kommen an die Gäste, statt die Gäste zum Essen zu schicken. Alle bleiben in Bewegung, ohne dass eine Schlange entsteht.
Buffet mit Ausgabe
An der Linie steht Küchenpersonal und portioniert. Das bremst das Tempo, hält die Mengen im Griff und beantwortet Fragen zu Zutaten direkt.
Sagt uns Raum und Zeitfenster, wir fragen beide Formen an
Schreibt Gästezahl, Saalgröße und Endzeit in die Anfrage. Dann können die Anbieter einschätzen, welche der beiden Formen an dem Abend trägt.
Ein Datum und eine Zahl reichen für die Anfrage
Eure Anfrage geht für beide Formen an passende Anbieter, damit ihr den Unterschied an eurem Abend seht und nicht nur in einer Tabelle.
Buffet oder Menü — nachgefragt
Was passt zu einer Weihnachtsfeier mit 80 Leuten?
Wenn Abteilungen zusammenkommen sollen, das Buffet. Wenn es Ehrungen, Rückblick und Reden gibt, das Menü. Bei einem Abend mit beidem läuft die Mischform gut: servierte Vorspeise, danach Buffet.
Wie lange dauert der Essteil jeweils?
Ein Buffet ist als Richtwert nach 45 bis 75 Minuten durch, ein Drei-Gänge-Menü braucht 90 bis 150 Minuten. Das ist der Punkt, an dem viele Abende kippen: Wer um 22 Uhr Programm plant und um 19 Uhr mit dem Menü startet, hat zu wenig Luft.
Wie viele Servicekräfte sind nötig?
Beim Menü rechnet man mit einer Kraft je 20 bis 25 Gästen, beim Buffet reicht eine je 40 bis 50. Beim Buffet verschiebt sich der Aufwand in die Küche und ans Nachlegen. Genaue Angaben stehen im Angebot des ausführenden Anbieters.
Was ist mit Allergien und Unverträglichkeiten?
Beim Menü wird je Gast vorbestellt und namentlich serviert, das ist der sicherere Weg. Am Buffet braucht es Kennzeichnung und getrennte Zangen. Wie das praktisch läuft, steht unter Allergien im Catering.
Lässt sich das kurzfristig ändern?
Die Mengen beim Buffet lassen sich bis wenige Tage vorher anpassen. Ein Menü braucht früher eine feste Zahl, weil eingekauft und vorbereitet wird. Ein Wechsel der Form kurz vor dem Termin lohnt sich kaum.
Und wenn draußen gefeiert wird?
Im Freien ist ein gesetztes Menü aufwendig, weil Wege und Witterung dazukommen. Buffet unter einem Zeltdach oder ein Food Truck sind die üblicheren Wege. Der Vergleich dazu steht unter Food Truck oder Buffet.
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